Digitale Zwillinge für Energieinfrastruktur

Netztransparenz, CO2-Reduktion
& Zukunftssicherheit

E-werk Symbolbild

Die Anforderungen an Stadtwerke verändern sich rasant. Energieversorgung ist längst nicht mehr nur eine Frage der Infrastruktur, sondern zunehmend auch eine Frage der Transparenz, der vorausschauenden Planung und der intelligenten Nutzung von Daten. Während gesetzliche Klimaziele, dezentrale Einspeisung und energetische Sanierung aufeinanderprallen, fehlt oft das verbindende Element: ein digitales Abbild der Realität, das technische Komplexität reduziert – und Entscheidungen einfacher macht.

Genau hier setzen Digitale Zwillinge an. Sie bilden Energieinfrastrukturen als interaktive, datengetriebene Stadtmodelle ab – lebendig, aktuell und in einer Sprache, die sowohl Planer als auch Entscheidungsträger verstehen. Stromnetze, Fernwärmesysteme, Gebäude und Verbrauchsprofile fließen in einem digitalen System zusammen, das nicht nur dokumentiert, sondern auch versteht: Wo entstehen Spitzenlasten? Welche Gebäude weisen auffällige Energieverbräuche auf? Wie wirkt sich der Ausbau von Photovoltaik oder Wärmepumpen auf die Lastverteilung im Quartier aus?

customQuake bringt die Erfahrung aus realen Großprojekten in diese Welt der digitalen Energietransparenz mit. In Hamburg etwa haben wir gemeinsam mit der Hamburg Port Authority einen digitalen Zwilling für die Köhlbrandbrücke umgesetzt – ausgestattet mit über 500 Sensoren, verknüpft mit Inspektionsdaten, Wartungsberichten und geometrischen Modellen. Das Resultat ist ein Web-basiertes Kontrollzentrum, in dem Brückenzustände nicht nur angezeigt, sondern auch verstanden und vorhergesagt werden können. Dieses Prinzip – Zustandsverständnis durch Verknüpfung von Echtzeitdaten, 3D-Geometrie und dokumentierten Eingriffen – übertragen wir auf energetische Systeme von Städten.

Straße bei Nacht

Für Stadtwerke bedeutet das konkret: Die eigene Energieinfrastruktur wird durch digitale Zwillinge nicht nur sichtbarer, sondern auch gestaltbarer. Statt sich auf Schätzungen, unvollständige Excel-Dateien oder zeitverzögerte GIS-Auszüge zu verlassen, lassen sich Entscheidungen auf Grundlage aktueller Daten treffen. Die Sanierung ineffizienter Gebäude kann datenbasiert priorisiert werden – nicht nur anhand von Baujahr und Lage, sondern durch gemessene Verbrauchsmuster, klimatische Bedingungen oder Gebäudevernetzungen im Quartier. Gleichzeitig wird der Energieverbrauch auf Straßenzug- oder Stadtteilebene nachvollziehbar – auch für Dritte, etwa in der Kommunikation mit Fördergebern oder politischen Gremien.

Darüber hinaus entstehen durch die Kombination mit Simulationsmodellen neue Möglichkeiten: Stadtwerke können die Auswirkungen von Maßnahmen im Vorfeld virtuell durchspielen. Wie verändert sich die Netzlast, wenn in einem Stadtviertel 200 neue Wärmepumpen installiert werden? Was passiert mit den Rücklauftemperaturen, wenn ein neues Nahwärmenetz ans Netz geht? Welche Auswirkungen hat eine geplante Dämmoffensive auf den Gasverbrauch im Winterhalbjahr? All das lässt sich im digitalen Zwilling nicht nur zeigen, sondern im Vorfeld evaluieren – risikofrei und nachvollziehbar.

Die Umsetzung erfolgt modular, oft im Rahmen von Pilotprojekten. Mit unserer Architektur setzen wir dabei auf moderne Schnittstellen und eine saubere, webbasierte Oberfläche, die bewusst nicht für IT-Spezialist:innen gedacht ist, sondern für Projektleiter:innen, technische Fachbereiche und Stadtplaner:innen. Unsere Plattformen sind robust, wartbar und so gestaltet, dass sie mitwachsen können – von einzelnen Straßenzügen bis hin zum stadtweiten Energieatlas.

Ein digitaler Zwilling für den Energiesektor ist kein Selbstzweck – er wird dann wertvoll, wenn er hilft, Komplexität zu reduzieren, Entscheidungen zu beschleunigen und Investitionen dort zu tätigen, wo sie am meisten Wirkung entfalten. Genau diese Klarheit wollen wir mit unseren Lösungen schaffen – technisch präzise, aber immer mit dem Blick auf das, was Städte wirklich brauchen: Orientierung, Effizienz und Vertrauen in Daten.

Sollen auch WIR mal telefonieren?

Wir finden in einem ersten unkomplizierten Gespräch heraus, ob wir zusammen passen und was wir füreinander tun können. Einfach eine E-Mail schicken, wir rufen zurück.